Corona-Warn-App

Seit dem Abend des 15. Juni 2020 ist sie fertig, die App, und kann auf dem Smartphone installiert werden.  Sie steht selbstverständlich auch im Google Play Store und im Apple App Store zur Installation bereit. Programmiert wurde sie, um Infektionsketten schnell erkennen und durchbrechen zu können.

Voraussetzung bei einem iPhone ist iOS 13.5 und bei Android muss die 6er-Version installiert sein. Auf einem Android-Smartphone müssen auch die Google Play Services laufen, was auf den neuesten Huawei-Geräten nicht gegeben ist.

Die App verhindert nicht, dass man selbst angesteckt werden kann. Sie soll verhindern, dass sich das Virus weiter ausbreitet, da sich Nutzer, die erfahren, dass sie Kontakt mit einem infizierten Menschen hatten, gezielt und schneller untersuchen lassen können und von der App konkrete Handlungsempfehlungen bekommen.

Doch wie funktioniert sie eigentlich genau und wie sieht es aus mit dem Schutz Ihrer Daten?

Die App funktioniert über Bluetooth. Es reicht also nicht, die App einfach nur zu installieren und zu aktivieren, Sie müssen auch dauerhaft Bluetooth angeschaltet haben. Denn, wenn Sie die App aktiviert haben, dann sendet Ihr Smartphone in regelmäßigen Abständen über Bluetooth Signale mit einer anonymen ID in die Umgebung und fängt eben solche Signale von anderen Smartphones auf. Dabei werden der Abstand zum anderen Nutzer und die Dauer der Begegnung für 14 Tage, also die Inkubationszeit, aufgezeichnet. Nach 14 Tagen werden die gesammelten Daten automatisch gelöscht.

Getestet wurde die App nur sehr kurz. Es wird sich erst durch die Nutzung der App wirklich genau klären, wie gut das Contact-Tracing funktioniert und wie sicher es ist. Die Nutzung jedoch ist vollkommen freiwillig und auch, ob ein infizierter Nutzer, seine Infektion den anderen Nutzern mitteilt, beruht auf Freiwilligkeit.

Programmiert wurde die App in Zusammenarbeit von SAP und der Deutschen Telekom. Der Programm Code wurde auf der Plattform GitHub programmiert. Die Telekom berichtet, dass es während der Entwicklung mehr als 109.000 Einsichten in den Code gegeben habe und ungefähr 7.250 Beteiligungen an der Entwicklung durch Mitglieder der GitHub-Community. Transparenz sei also während der ganzen Entwicklungsphase gewährleistet gewesen. Die Warn-App ist das größte Open-Source-Projekt in Deutschland und wurde von der Bundesregierung in Auftrag gegeben.

In Datenschutzfragen wurde das Projekt begleitet vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Die gesammelten Daten werden nur auf dem Smartphone des Nutzer bzw. der Nutzerin gespeichert. Es werden keine persönlichen und auch keine Angaben über den Standort abgefragt.

Am 22. Juni konnten bereits mehr als 11 Millionen Installationen der App verzeichnet werden. Sinn macht sie erst wirklich, wenn sich ca. 60% der Bevölkerung am Contact-Tracing beteiligen.

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